Kuba hat drastische Sparmaßnahmen verhängt, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Die öffentliche Verwaltung arbeitet ab sofort nur noch vier Tage pro Woche, die Universität Havanna hat den Präsenzunterricht für 30 Tage ausgesetzt. Die Regierung reagiert damit auf eine Ölblockade der USA und den Ausfall venezolanischer Lieferungen – eine Krise, die Experten als schlimmer als die schwere Wirtschaftskrise der 1990er Jahre einschätzen.
Vize-Premierminister Óscar Pérez-Oliva begründete den Notfallplan im kubanischen Staatsfernsehen am Freitagabend mit einer «aggressiven Eskalation» und einer «Energie-Blockade» durch die USA. Mehrere Minister erläuterten die Maßnahmen im Detail: Bus-, Bahn- und Fährdienste werden massiv eingeschränkt, Beamte können in kritische Wirtschaftssektoren umgesetzt werden.
Tourismus unter Druck
Der Tourismus, eine zentrale Devisenquelle für Kuba, soll geschützt werden – allerdings konzentriert auf stark nachgefragte Destinationen. Laut dem Nachrichtenportal «14ymedio» wurden bereits vor der offiziellen Ankündigung einige Hotels auf den Los-Cayos-Inseln geschlossen und Gäste in andere Unterkünfte verlegt. Die Regierung garantiert den Weiterbetrieb der Flughäfen.
Verschärfte US-Politik trifft auf Systemkrise
Die aktuelle Notlage hat mehrere Ursachen: Seit Dezember erhält Kuba kein Öl mehr aus Venezuela. Am 3. Januar nahm das US-Militär den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro fest – Havanna verlor damit einen wichtigen Verbündeten. Zudem hat Mexiko seine Öllieferungen an Kuba gestoppt. US-Präsident Donald Trump verschärfte den Druck mit einer Blockade für sanktionierte Öltanker und drohte mit Zöllen.
Schlimmer als die 1990er Jahre
Experten ziehen Vergleiche zur schweren Wirtschaftskrise der frühen 1990er Jahre, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einsetzte – damals schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt um mehr als ein Drittel. Allerdings bewerten sie die heutige Situation als noch gravierender: Systematisches Missmanagement, häufige Stromausfälle, ein marodes Stromnetz sowie Engpässe bei Lebensmitteln und Medikamenten verschärfen die Lage. Die Touristenzahlen gehen zurück.
Kuba hatte sich in den 2000er Jahren mit Hilfe Venezuelas und Tourismuseinnahmen von der Krise der 1990er erholt. Diese Stützen fallen nun weg.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.








