Drei Tage Theater-Experiment: Soll die AfD verboten werden oder nicht?

upday.com 3 godzin temu
In dem fiktiven Prozess wird über ein Verbot der AfD verhandelt. Fabian Hammerl/Thalia Theater/dpa

In Hamburg hat am Freitagabend ein außergewöhnliches Theater-Experiment begonnen: Der Schweizer Regisseur Milo Rau inszeniert im ausverkauften Thalia Theater einen fiktiven "Prozess gegen Deutschland" – Thema ist ein mögliches Verbot der AfD. Drei Tage lang debattieren Juristen, Bürger und Prominente ohne vorgegebenes Textbuch über die hochaktuelle politische Frage. Den Vorsitz führt die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD).

Der 49-jährige Intendant der Wiener Festwochen stellte in seiner Eröffnungsrede die zentrale Frage des Prozesses: «Was genau ist die Alternative für Deutschland, die uns die AfD anbietet? Wollen wir diese Alternative, und falls nicht: Sollen wir sie dann nicht verhindern? Im Zweifelsfall durch ein Verbot, wie es der Rechtsstaat vorsieht und der Verfassungsschutz empfiehlt?»

Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) betonte in seiner Eröffnungsrede die demokratiepolitische Dimension der Veranstaltung: «Ich hoffe, dieser Prozess wird uns helfen, uns der Bedeutung und der Schutzwürdigkeit unserer Demokratie neu zu versichern.» Auch die US-amerikanische Philosophin Susan Neiman, Direktorin des Einstein Forums in Potsdam, und der Publizist Harald Martenstein sprachen bei der Eröffnung.

Erste Theater-Prozesse in Deutschland

Für Milo Rau markiert die Hamburger Inszenierung eine Premiere: Erstmals bringt der Schweizer Starregisseur seine theatralen Prozesse nach Deutschland. Die Veranstaltung bildet den Abschluss der Hamburger Lessingtage, ein explizit politisches Festival unter der Kuration von Matthias Lilienthal.

Das Gerichts-Szenario wird auch als Video-Livestream auf der Website des Thalia Theaters übertragen. Der Prozess läuft noch bis Sonntag.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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