Im Hamburger Prozess um die entführten Block-Kinder hat der mutmaßliche Chef der Kidnapper detailliert über die Überwachung des Vaterhauses ausgesagt. Der 68-jährige Geschäftsführer einer israelischen Sicherheitsfirma berichtete vor dem Landgericht, wie er das Haus von Stephan Hensel in Süddänemark ausspionierte und versuchte, in dessen elektronisches Netzwerk einzudringen. Die Aktionen erfolgten im Auftrag der Mutter Christina Block (52) im Rahmen eines Sorgerechtsstreits.
«Wir haben Spionage, was das Haus angeht, betrieben», sagte der 68-Jährige laut Dolmetscherin vor Gericht. Das Team habe technische Geräte installiert, um das Haus visuell zu überwachen. Zudem hätten sie versucht, Zugang zum digitalen Datenverkehr der Familie zu bekommen.
Versuch des Netzwerk-Einbruchs
«Wir wollten in das Netzwerk der Familie Hensel einbrechen», erklärte der mutmaßliche Entführer. Ziel sei gewesen, sämtliche Kommunikation mitzuhören. «Wir wollten in der Lage sein, in den ganzen Verkehr reinzuhören», so der 68-Jährige weiter. Bei dem Versuch gelang es, Teile von Passwörtern zu entschlüsseln – allerdings nicht genug, um die Daten vollständig zu dekodieren.
Die Überwachungsmaßnahmen begannen fast ein Jahr vor der gewaltsamen Rückholung der Kinder. Die Mutter Block und der Familienanwalt wurden laut Aussage über die Aktionen informiert.
Sieben Angeklagte vor Gericht
Vor dem Hamburger Landgericht stehen insgesamt sieben Personen. Zu den drei Hauptangeklagten zählen Christina Block, Tochter des Gründers der Steakhauskette «Block House», der Familienanwalt der Unternehmensgruppe sowie ein Israeli. Vier weitere Personen, darunter Blocks Lebensgefährte Gerhard Delling (66), sind wegen Beihilfe angeklagt. Die meisten Angeklagten bestreiten die Vorwürfe – nur der Israeli nicht.
Der 68-jährige Aussagende ist selbst nicht unter den Angeklagten, obwohl ihm die Staatsanwaltschaft Entführung vorwirft. Für seine Aussage wurde ihm freies Geleit gewährt.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.








