Der ukrainische Skeleton-Pilot Vladyslav Heraskevych kämpft heute vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS um seine Olympia-Teilnahme. Der 27-Jährige geht gegen seinen Ausschluss vom Wettbewerb vor – die Anhörung beginnt um 9:00 Uhr in Mailand. Der Grund für die Disqualifikation: Heraskevych wollte mit einem Helm starten, der Bilder von 22 ukrainische Sportler zeigt, die im Krieg gegen Russland getötet wurden. IOC und Skeleton-Weltverband IBSF sehen darin einen Verstoß gegen die Olympische Charta, die politische Botschaften während laufender Wettbewerbe verbietet.
Die Zeit drängt. Während Heraskevych auf eine Entscheidung wartet, sind die ersten beiden Läufe bereits absolviert. Die Medaillenentscheidung mit den Läufen drei und vier ist für heute Abend um 19:30 Uhr angesetzt. Falls er Erfolg hat, müsste der Ukrainer alle vier Läufe an einem einzigen Tag bestreiten.
Forderung nach sofortiger Zulassung
Heraskevych fordert die Aufhebung des Ausschlusses und seine sofortige Wiederzulassung zu den Winterspielen. Alternativ verlangt er einen provisorischen Start unter CAS-Aufsicht, bis ein endgültiges Urteil vorliegt. «Das ist unser Ziel», sagte er auf einer Pressekonferenz am Donnerstagabend in Mailand. «Für mich ist es jetzt natürlich schwer, nachzuvollziehen, wie wir das umsetzen können.» Der Schweizer Anwalt Antonio Rigozzi vertritt ihn vor dem CAS.
Der Skeleton-Fahrer betonte seine Überzeugung, keine Regeln verletzt zu haben. «Ich bin überzeugt, dass wir keine Regeln verletzt haben. Ich glaube auch, dass wir diese Aufmerksamkeit in all diesen Tagen hatten und haben, weil die Menschen verstehen, dass wir auf der richtigen Seite stehen und keine Regeln gebrochen haben», erklärte Heraskevych. Die vergangenen drei Tage seien die verrücktesten seines Lebens gewesen.
Russland begrüßt Disqualifikation
Russland – selbst wegen des Krieges gegen die Ukraine nicht zu Olympia zugelassen und nur durch einzelne Athleten mit neutralem Status vertreten – begrüßte den Ausschluss des Ukrainers. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte laut Sport-Express: «Sport sollte nicht politisiert werden.» Amir Chamitow, Vizevorsitzender im Sportausschuss der Duma, lobte die Entscheidung bei der russischen Staatsagentur Tass als Abschreckung gegen politische Propaganda im Sport. «Die Regeln gelten für alle», betonte Chamitow. «Natürlich ist das für solche Teilnehmer eine unangenehme Erkenntnis, aber hier muss man sich entscheiden: Ist man Sportler oder politischer Agitator?»
Heraskevych war kurz vor dem ersten Lauf in Cortina d'Ampezzo ausgeschlossen worden. In den fünf ausgetragenen Trainingsläufen hatte er sich stets unter den besten Sechs platziert. Bei der Pressekonferenz in Mailand waren neben ihm auch sein Vater Mychailo Heraskevych, Sportminister Matvij Bidnyi und der Chef des Nationalen Olympischen Komitees, Wadym Hutsait, anwesend.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.









