Hunderte-Milliarden-Projekt FCAS droht zu scheitern - MTU schlägt Notlösung vor

upday.com 2 godzin temu
MTU Aero Engines zeigt ein Modell des New Generation Fighter Engine (NGFE) für europäische Kampfjets (Symbolbild) (Photo by John Keeble/Getty Images) Getty Images

Der neue Chef des Münchner Triebwerksherstellers MTU Aero Engines schlägt eine alternative Lösung für das festgefahrene europäische Kampfjet-Projekt FCAS vor. Johannes Bussmann plädiert in der Süddeutschen Zeitung für die Entwicklung von zwei unterschiedlichen Flugzeugtypen – eine «zweitbeste Lösung», um das Hunderte-Milliarden-Projekt zu retten. Der Vorschlag kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: Im Februar wird eine Entscheidung der Regierungen Deutschlands, Frankreichs und Spaniens erwartet.

Das Future Combat Air System (FCAS) stockt seit Monaten wegen eines Kompetenzstreits zwischen den Industriepartnern Airbus und Dassault. Der französische Rafale-Hersteller fordert eine klare Führungsrolle im Konsortium, was das Gesamtprojekt gefährdet.

Bussmanns Lösungsvorschlag

Bussmann sieht trotz der Schwierigkeiten Chancen für eine europäische Lösung. «Der Vorteil wäre sogar, dass so die Bedürfnisse der Kunden, also der Streitkräfte der einzelnen Länder, besser befriedigt werden könnten», sagte er der Süddeutschen Zeitung. Sein Vorschlag: Die Länder entwickeln ein gemeinsames Luftkampfsystem, bauen aber zwei separate Kampfjets. Die Triebwerke für beide Typen sollten vom selben Konsortium gebaut werden.

Der MTU-Chef betont, dass die Probleme nicht bei allen Projektpartnern liegen. «Was oft übersehen wird: Es sind vor allem zwei Industriepartner, die Schwierigkeiten haben zusammenzuarbeiten, das sind Airbus und Dassault. Bei den Triebwerkherstellern, also bei MTU und Safran, läuft es zum Beispiel sehr gut», erklärte Bussmann.

Warnung vor US-Abhängigkeit

Bussmann mahnt zur Eile und warnt vor den Folgen eines Scheiterns. «Die Zeit drängt», sagte er. Europa allein auf den US-Kampfjet F-35 zu verlassen, wäre «in dieser neuen Welt gefährlich» für die europäische Unabhängigkeit. Als Alternative könnte Airbus mit dem britisch-italienischen GCAP-Projekt oder dem schwedischen Hersteller Saab kooperieren.

Für MTU könnte ein europäischer Ansatz erhebliches Wachstum bedeuten. «Mit einem europäischen Vorgehen kann sich unser Umsatzvolumen im Verteidigungsgeschäft in den nächsten zehn Jahren mehr als verdoppeln», sagte Bussmann. Der Konzern, der bislang hauptsächlich auf zivile Triebwerke für Airbus und Boeing setzt, sieht neue Anwendungsfelder: «Es gibt viele Anwendungsgebiete, bei denen die MTU mit ihren Kompetenzen mitspielen kann. Wiederverwendbare Drohnen etwa, die mit unserer Antriebstechnologie fliegen könnten.»

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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