Die NATO signalisiert nach wochenlangen internen Spannungen eine Entspannung. Die US-Regierung zeigt sich überraschend zufrieden mit den europäischen Anstrengungen für eine gerechtere Verteilung der Verteidigungslasten. Zugleich startet das Bündnis die neue Militäroperation "Arctic Sentry" in der strategisch bedeutsamen Arktis - Deutschland beteiligt sich mit vier Eurofighter-Kampfjets und Luftbetankungskapazitäten.
NATO-Oberbefehlshaber Alexus G. Grynkewich hat die Arktis-Mission ins Leben gerufen. Ziel ist es, eine der strategisch bedeutsamsten und klimatisch anspruchsvollsten Regionen zu sichern. Besonders im Fokus steht die GIUK-Lücke zwischen Grönland, Island und Großbritannien - zentral für Versorgungsrouten zwischen Nordamerika und Europa und bedeutsam für russische U-Boot-Aktivitäten.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) stellte im ZDF-"heute journal" klar: «Grönland ist Teil der Arktis, aber dies ist keine Grönland-Mission, sondern es geht darum, in der Arktis Präsenz zu zeigen und das als NATO. Das ist richtig und gut und deswegen beteiligen wir uns daran.» Die Mission folgt auf die Forderungen von US-Präsident Donald Trump, die Arktis vor russischem und chinesischem Einfluss zu schützen - nachdem dieser zuvor versucht hatte, den Verkauf Grönlands an die USA zu erzwingen.
US-Zufriedenheit mit Europa
Elbridge Colby, Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium, äußerte sich beim Verteidigungsministertreffen in Brüssel überraschend positiv. Es gebe nun «eine sehr starke Grundlage, um partnerschaftlich zusammenzuarbeiten». Er sprach von einer «Nato 3.0», die auf Partnerschaft statt Abhängigkeit basiere. Die europäische Verpflichtung zur konventionellen Verteidigung bewertete er als gelungene Neuausrichtung.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte lobte besonders Deutschlands geplante Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf fast 153 Milliarden Euro bis 2029 - nahezu das Dreifache des Niveaus von 2021. Er betonte die Notwendigkeit, dass Europa und Kanada mehr Verantwortung übernehmen müssen, da sich die USA künftig stärker auf den Pazifik konzentrieren werden.
Deutsche Führungsrolle wächst
Deutschland hat Generalinspekteur Carsten Breuer für den einflussreichen Posten des Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses nominiert. Die Position gilt neben dem Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa als einer der beiden einflussreichsten Militärposten im Bündnis. Der Vorsitzende ist wichtigster militärischer Berater des Generalsekretärs und Bindeglied zwischen den Generalstabschefs und den politischen Entscheidungsgremien.
Pistorius erklärte am Rande des Ministertreffens, Breuer habe sich aufgrund seiner analytischen Fähigkeiten und seines Weitblicks einen Namen gemacht - gerade auch mit Blick auf die Bedrohungslage in Europa. Er werde hochgeschätzt und habe deshalb zahlreiche Unterstützer. Der 61-jährige General ist seit März 2023 Generalinspekteur der Bundeswehr und leitete zuvor den Corona-Krisenstab im Kanzleramt.
Die Entscheidung über den Nachfolger des derzeitigen Amtsinhabers Giuseppe Cavo Dragone fällt im September bei einem Treffen des Militärausschusses in Kopenhagen. Der gewählte Kandidat tritt sein Amt im Sommer 2027 an. Die USA werden Spitzenposten in der NATO-Kommandostruktur an Europäer übertragen - Deutsche werden dadurch mehr Gesamtverantwortung übernehmen als Amerikaner.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.











